In den ersten Jahrgängen kommt es zunächst auf das Schaffen einer guten Arbeitsgrundlage für KOLE an. Aus unseren Erfahrungen haben sich die vier Sozialziele
  • einander zuhören,
  • passende Lautstärke,
  • Zeit/Terminvorgaben einhalten,
  • beim Thema bleiben
als sehr hilfreich erwiesen, wenn es darum geht Partner/innen- und Gruppenarbeiten erfolgreich zu gestalten. Ein T-Diagramm visualisiert anhand von Indikatoren zu „ich sehe“ und „ich höre“, was zum Erreichen oder Einhalten obiger Ziele in der Klasse gehört. Es sind sichtbare Verhaltensvereinbarungen für kooperative Arbeitsformen. Im Vorfeld erfolgt eine Absprache unter den Klassenlehrer/innen, wer welches Diagramm erstellt. Es sollten innerhalb der ersten Schulwochen alle 4 Ziele in Form von T-Diagrammen erarbeitet werden.
 
Wie erarbeite ich T-Diagramme?
Zunächst gehören folgende Materialien vorbereitet:
  • einen Flipchartbogen, der bereits nett gestaltet – das leere T-Diagramm zum Sozialziel enthält
  • einen Satz von Moderationskärtchen (in zwei Farben – passend zu Sehen und Hören).
  • Ablösbaren Kleber zum Aufkleben der Kärtchen.
  • ein oder mehrere Moderationsstifte
Bevor man in der Klasse den Arbeitsauftrag (wie jener der Abbildung) und die Moderationskärtchen austeilt, empfiehlt es sich eine kurze Einleitung zu geben. Während die Schüler/innen am Auftrag arbeiten, zeichnet man das T-Diagramm an die Tafel. Dort werden die Antwortkärtchen der Schüler/innen mit dem ablösbaren Kleber aufgeklebt. Meist kommen einige Begriffe mehrfach vor, diese schreibt man auf den Flipchartbogen - ein aufwändiges Clustern ist in der Regel nicht notwendig. In Summe kann man drei bis fünf Indikatoren in jeder Spalte erwarten.

Der fertig ausgefüllte Flipchartbogen wird für alle sichtbar in der Klasse aufgehängt und dient als Verhaltensvereinbarung.

Im Anschluss ist es günstig, wenn man einen Arbeitsauftrag mit fachlichem Inhalt gibt. Beim Arbeiten wird dann besonders auf das eben besprochene Sozialziel Wert gelegt.

AAT T-Diagramm: (Lesen Sie sich den Arbeitsauftrag zuerst vollständig durch!)
Wenn man alleine, mit einem Partner oder in einem Team eine Aufgabe bis zu einem bestimmten Termin zu erledigen hat, können viele Ablenkungen das verhindern oder zumindest verzögern. Besonders „gefährlich“ ist es, wenn man mit anderen zusammen sitzt und sich gegenseitig stört und ablenkt. Obwohl genügend Zeit für die Arbeit vorhanden wäre, wird man leider doch nicht damit fertig. Wichtig für die Erledigung einer Arbeit bis zu einem festgesetzten Termin ist also, dass man beim Thema bleibt. Dazu ist gar nicht viel nötig, doch müssen alle daran mitarbeiten. Wie das geschehen kann, werden wir heute besprechen.
Ablauf:
  1. Sie erhalten eine kleine Karte mit einem Namen darauf. Bilden Sie mit allen Leuten, die denselben Namen auf dem Zettel haben, eine Gruppe und setzen Sie sich um einen Tisch zusammen.
  2. Sie erhalten einige farbige Karten und Stifte. Erarbeiten Sie in der Gruppe für jede der folgenden vier Fragen mindestens zwei Antworten und schreiben Sie jede Antwort auf eine eigene Karte.

    • Was sehe ich in der Klasse oder in einem Team, wenn beim Thema geblieben wird?
    • Was sehe ich in der Klasse oder in einem Team, wenn nicht beim Thema geblieben wird?
    • Was höre ich in der Klasse oder in einem Team, wenn beim Thema geblieben wird?
    • Was höre ich in der Klasse oder in einem Team, wenn nicht beim Thema geblieben wird?
  1. In der Klasse wurde mittlerweile eine Pinnwand aufgestellt. Heften Sie Ihre Antwortkarten in das jeweils passende Feld. (Erst, wenn alle Karten fertig sind!)
Wenn alle Gruppen fertig sind, werden ähnliche Antworten gemeinsam mit dem Lehrer und der Klasse zusammengefasst (= „geclustert“), gemeinsame Formulierungen gesucht und daraus gemeinsam ein so genanntes „T-Diagramm“ zum Thema „beim Thema bleiben“ erstellt.

Ergebnis: