Auf einen Kulturausflug der besonderen Art begab sich die 3AHMBZ am 11. Mai 2016 mit dem Highlight, eine Aufführung des „Fidelio“ in der Staatsoper in Wien besuchen zu können.

Gemeinsam mit unserer Deutsch-Professorin, Frau Prof. Mag. Evelyn Achleitner, fuhren wir mit dem Bus zu unserem ersten Ziel, der Nationalbibliothek in Wien.

Im Rahmen einer Führung konnten wir den barocken Prunksaal bewundern, der zu den schönsten historischen Bibliotheken der Welt zählt und über 200.000 Bücher beherbergt.

Im Mittelpunkt unseres Besuches stand die Sonderausstellung „Der ewige Kaiser“, konzipiert anlässlich des 100. Todestages von Kaiser Franz Joseph I., mit einer umfangreichen Sammlung von Fotografien, Büchern, Zeitschriften und persönlichen Dokumenten, die das Leben des Kaisers und den Habsburg-Mythos beschreibt und dokumentiert.

Nach dieser geschichtlichen Zeitreise hatten wir knapp eineinhalb Stunden Zeit, Wien auf eigene Faust zu erkunden und uns zu stärken.

Danach ging es ins Naturhistorische Museum (NHM), wo wir in kleinen Gruppen im Sauriersaal Modelle, Skelette und Überreste der gigantischen Urzeittiere bewundern oder uns in den Anthropologie-Sälen über die Entwicklung des Menschen informieren konnten.

Interessant waren sicher auch die „Venus von Willendorf“, die von den Anfängen unserer Kultur vor 25.000 Jahren zeugt, oder die wertvollen Ausstellungsstücke im Edelsteinsaal und die größte und älteste Meteoritensammlung der Welt im Meteoritensaal.

Jede Menge Eindrücke konnten wir dann unserem Klassenvorstand, Herrn Prof. Dipl.-Ing. Joachim Strauch vermitteln, der extra für den Besuch der Staatsoper mit dem Zug nach Wien gereist ist.

Während einer technischen Spezialführung warfen wir nicht nur einen Blick hinter die Kulissen, sondern wurden ausführlich über die technischen Abläufe in einem Opernhaus und die Funktionsweise der verschiedenen Bühnenelemente informiert.

Abschließend durften wir vom Dach der Staatsoper den einzigartigen Blick über Wien genießen.

Um 19:00 Uhr nahmen wir im ehrwürdigen Saal der Staatsoper Platz und freuten uns auf ein Werk, mit dem die Staatsoper nach dem 2. Weltkrieg wiedereröffnet wurde: Beethovens einzige Oper „Fidelio“ ist das Hohelied auf Freiheit und Menschlichkeit schlechthin.

Das Stück spielt in den grauen Mauern eines spanischen Staatsgefängnisses im 18. Jahrhundert.

"Aus Liebe zu ihrem Ehemann Florestan lässt sich Leonore in Gestalt des Fidelio in jenem Gefängnis anstellen, in dem Florestan gefangen gehalten wird.
Als Mann verkleidet muss Leonore erkennen, dass sich Marzeline, die Tochter des Kerkermeisters, in Fidelio verliebt hat und bereits von einem gemeinsamen Leben träumt.

Don Pizzaro hält Florestan gesondert versteckt, da er ihn selbst als politischen Gegner einst aus dem Weg schaffen ließ.
Als der zuständige Minister eines Tages eine Inspektion ankündigt, versucht Pizzaro, Florestan aus dem Weg zu räumen.
Entschlossen, ihren Mann zu retten, gibt sich Leonore zu erkennen und wirft sich todesmutig vor ihren Gatten.
In diesem Moment erscheint der Minister und erkennt seinen tot geglaubten Freund Florestan. Pizzaro wird entlarvt."

(Quelle: www.klassik.de/opern/fidelio.html)

Ein äußerst beeindruckendes und mitreißendes Opernerlebnis beendete diesen erlebnisreichen Tag, der uns noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird.

Janine Niederwimmer, 3 AHMBZ