Optische Komponenten wie Kameras, Laser, Beamer oder berührungssensitive Bildschirme sind Basis für viele Anwendungen in der Mechatronik.

  • Autonome Fahrzeuge orientieren sich mittels Kamerasystemen an der Umgebung.
  • Roboter können mittels digitaler Bildverarbeitung Objekte in Position, Form und Farbe erkennen und gezielt danach greifen.
  • Mit 3D Scannern können reale Bauteile digitalisiert und  in CAD-Systemen weiterverarbeitet werden.

Für die Entwicklung dieser Anwendungen werden vermehrt Expertinnen und Experten mit einem fundierten Wissen auf dem Gebiet der technischen Optik benötigt. Die HTL Steyr trägt diesem Bedarf der Wirtschaft durch die Vertiefung „Optische Systeme“ Rechnung.

Grundlagen im Fachtheorieunterricht:

Im Theorieunterricht wird die Basis für das Verständnis und die Wirkungsweise optischer Systeme gelegt.

Die Schülerinnen und Schüler können

  • wellenoptische Phänomene erklären und diese für die entsprechende Aufgabe anwenden;
  • die Entstehung von polarisiertem Licht und seine Bedeutung in der Technik verstehen;
  • die Vergrößerung und das Auflösungsvermögen von optischen Instrumenten berechnen;
  • die Funktionsweisen optischer Instrumente erklären und geeignete Materialen und Objektive auswählen;

Praktische Umsetzung im Labor:

Im 4. Jahrgang erfolgt ein spielerischer Einstieg in die Sensorik mittels adaptierter Carrera Rennbahn.

Über ein LabView Programm muss eine Rennbahn überwacht werden. Die Rundenzeiten und die  Geschwindigkeit werden gemessen. Die Fahrzeuge werden mittels Kamera verfolgt, vor der Kurve automatisch abgebremst und auf der Geraden wieder beschleunigt.

 

 

Die Wellennatur des Lichtes wird nicht nur im Theorieunterricht besprochen, sondern auch im Labor anhand der Laserinterferometrie veranschaulicht.

Interferometrie - wegunterschiedsabhängige Auslöschung des Laserlichtes - ermöglicht Längenmessungen im Nanometerbereich.  Dazu werden ein HeNe - Laser und Präzisionsmechaniken zur Spiegel - und Linsenpositionierung eingesetzt.

 

 

Das Hauptthema im 5. Jahrgang bildet die digitale Bildverarbeitung, d.h. die Aufnahme und Auswertung von Videobildern.

Dazu werden aktuelle Industriekameras, aber auch Standard USB - Kameras eingesetzt. Mit einer Kombination Beamer - Kamera - Software wird das Prinzip eines 3D Scanners nachgebaut und den Schülerinnen und Schülern grundlegendes Verständnis für diese Technologie vermittelt.

 

 

Durch ihre fachübergreifende Kompetenz in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Elektronik und Informatik stehen Absolventinnen und Absolventen der höheren Lehranstalt für Mechatronik zahlreiche Tätigkeitsfelder in vielen Branchen offen.

Der Reife- und Diplomprüfungsabschluss berechtigt zum Studium an einer Universität oder Fachhochschule.

Was lernen unsere Schülerinnen und Schüler an der höheren Lehranstalt für Mechatronik?
Am Beispiel einer automatisierten Miniaturkegelbahn, die im Zuge mehrerer Diplomarbeiten von Schülerinnen und Schülern entwickelt und produziert wurde und laufend weiterentwickelt wird, soll dies demonstriert werden.

Für die Entwicklung und Herstellung der Miniaturkegelbahn sind Fähigkeiten aus allen Bereichen der fachtheoretischen und fachpraktischen Ausbildung erforderlich.

  • Mechanik und Elemente des Maschinenbaus
  • Elektrotechnik und Elektronik
  • Informatik und fachspezifische Informationstechnik
  • Mechatronische System und Automatisierung
  • Fertigungs- und Betriebstechnik
  • Optische Systeme

Was machen unsere Absolventinnen und Absolventen nach der Schule?
In den Abteilungen Forschung, Entwicklung, Versuch, Konstruktion, Projektierung, Fertigung, Vertrieb und Kundendienst warten spannende Aufgaben für Mechatronikerinnen und Mechatroniker.

  • mechatronische Anlagen und deren Antriebe unter Verwendung moderner Softwarewerkzeuge für Entwurf, Konstruktion, Analyse und Simulation entwickeln
  • Komponenten mechanischer, elektrischer und elektronischer Systeme manuell und maschinell herstellen und montieren
  • mechatronische Systeme betreiben, Fehlfunktionen feststellen und Störungen unter Einsatz geeigneter Mess-, Prüf- und Diagnoseverfahren beheben
  • mechatronische Systeme und Elemente der Automatisierung unter Berücksichtigung von Kundenvorgaben, Normen und Vorschriften spezifizieren, konstruieren und fertigen
  • Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungseinrichtungen ent­werfen, dimensionieren und unter Einsatz facheinschlägiger Software realisieren
  • Prozessdaten für mechatronische Systeme erfassen, aufbereiten und verarbeiten
  • Arbeitsabläufe und Projekte mit aktuellen Methoden der Betriebstechnik und des Qualitätsmanagements planen, steuern und über­wachen
  • industrielle mechatronische Systeme informationstechnisch vernetzen und in übergeordnete Netze einbinden

Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen Unterrichtsgegenstände
auslaufend bis Schuljahr 2016/17

   

Wochenstunden

 
Pflichtgegenstände / Jahrgang I. II. III. IV. V. Summe
1 Religion 2 2 2 2 2 10
2 Deutsch 3 2 2 2 2 11
3 Englisch 2 2 2 2 2 10
4 Geschichte und politische Bildung - - - 2 2 4
5 Bewegung und Sport 2 2 2 1 - 7
6 Geografie und Wirtschaftskunde 2 2 - - - 4
7 Wirtschaft und Recht - - - 2 2 4
8 Angewandte Mathematik 4 3 3 2 2 14
9 Darstellende Geometrie 2 - - - - 2
10 Angewandte Physik 2 2 2 - - 6
11 Angewandte Chemie und Ökologie 2 2 - - - 4
12 Angewandte Informatik 2 2 2 - - 6
13 Mechanik und Elemente der Mechatronik 2 2 - - - 4
14 Fertigungstechnik 2 2 - - - 4
15 Elektrotechnik - 3 2 - - 5
16 Betriebstechnik und Qualitätsmanagement - - - 2 2 4
17 Konstruktionsübungen 2 3 3 4 4 16
18 Werkstätte 8 8 8 - - 24
Pflichtgegenstände des Ausbildungsschwerpunktes
B.1 "Präzisionstechnik"
           
1.1 Mechanik - - 2 2 2 6
1.2 Fertigungstechnik - - 2 2 2 6
1.3 Feinwerk- und Mikrostrukturtechnik - - 2 2 2 6
1.4 Angewandte Elektronik - - 2 2 2 6
1.5 Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik - - 2 2 2 6
1.6 Technische Optik - - - 2 2 4
1.7 Laboratorium - - - 3 3 6
1.8 Werkstättenlaboratorium - - - 3 3 6
Gesamtwochenstunden 37 37 38 37 36 185
  Pflichtpraktikum mindestens 8 Wochen in der unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt in den V. Jahrgang            
Freigegenstände            
  Kommunikation und Präsentationstechnik 2 2 2 2 2  
  Zweite lebende Fremdsprache 2 2 2 2 2  
Unverbindliche Übungen            
  Leibesübungen 2 2 2 2 2  

 

Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen Unterrichtsgegenstände
gültig ab Schuljahr 2013/14

 

Wochenstunden/Jahrgang

 
Pflichtgegenstände 1.Jg. 2.Jg. 3.Jg. 4.Jg. 5.Jg. Summe
Allgemeine Pflichtgegenstände
Religion 2 2 2 2 2 10
Deutsch 3 2 2 2 2 11
Lebende Fremdsprache (Englisch) 2 2 2 2 2 10
Geografie, Geschichte und politische Bildung 2 2 2 2 - 8
Wirtschaft und Recht - - - 3 2 5
Bewegung und Sport 2 2 2 1 1 8
Angewandte Mathematik 4 3 3 2 2 14
Naturwissenschaften 3 2 2 2 - 9
Fachtheorie und Fachpraxis
Mechanik und Elemente des Maschinenbaus 2 3 3 2 2 12
Elektrotechnik und Elektronik - 3 4 3 2 12
Mechatronische Systeme und Automatisierung - - 2 3 3 8
Fertigungs- und Betriebstechnik 2 2 - 2 2 8
Angewandte Informatik und fachspezifische Informationstechnik 2 2 2 2 2 10
Konstruktion und Projektmanagement 3 3 3 3 4 16
Laboratorium - - 3 3 3 9
Werkstätte und Produktionstechnik 8 8 7 3 3 29
Wahlpflichtgegenstände der autonomen Vertiefung:
Optische Systeme
Robotik und Handhabung
Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
Feinwerktechnik
Fachspezifische Informationstechnik
Dynamische Systeme
Elektronik
- - - 2 2 4
Verbindliche Übung
Soziale und personale Kompetenz 1 1 - - - 2
Gesamtwochenstunden 36 37 39 39 34 185
Pflichtpraktikum

mindestens 8 Wochen in der unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt in den 5. Jahrgang

Freigegenstände, unverbindliche Übungen und Förderunterricht
Freigegenstände
Zweite lebende Fremdsprache 2 2 2 2 2  
Kommunikation und Präsentation - - 2 2 -  
Naturwissenschaftliches Laboratorium - 2 - - -  
Forschen und Experimentieren 2 - - - -  
Entrepreneurship und Innovation - - - 2 -  
Darstellende Geometrie 2 - - - -  

Unverbindliche Übung

Bewegung und Sport 2 2 2 2 2