Von 11. bis 15. April 2016 fand die ECER (European Conference on Educational Robotics) im TGM in Wien statt. Die ECER ist eine jährlich abgehaltene, internationale wissenschaftliche Konferenz für Schüler/innen, bei der österreichische Wissenschaftler/innen mit Vorträgen Einblick in ihre Forschung geben, Roboter live vorführen und als Punkterichter bei spannenden Robotik-Bewerben, den offiziellen Botball-Bewerben Europas und dem PRIA-Open Teamleistungen bewerten.
Die Teams präsentieren ihre selbst entwickelten Roboter, Projekte und Erfahrungen nach wissenschaftlichem Vorbild in englischer Sprache. Rene Fischer (1AHEL Höhere Abteilung Elektronik) erreichte mit einem Team von Jugendlichen vom Talentehaus Niederösterreich den dritten Gesamtplatz.

Der Unterschied zwischen PRIA-OPEN und Botball bestand nur darin, dass beim Botball die verwendbaren Teile vorgegeben waren, beim PRIA-OPEN durfte man beliebige Teile verwenden. Weiters gab es beim PRIA-Open keine Teilnahmegebühr, beim Botball hingegen schon.

Der Montag sowie der Dienstagvormittag standen zum Testen und Verbessern der Roboter zur Verfügung und waren daher eher unspektakulär.

Am Dienstagnachmittag begannen mit den Seeding Rounds der Botball-Teams die ersten Wettbewerbe. Bei den Seeding Rounds war das Ziel, möglichst viele Punkte zu sammeln. Man hatte drei Runden und gewertet wurde der Durchschnitt von den besten zwei. Während dieses Wettbewerbs durften die PRIA-Open-Teams ihre Roboter weiter testen und verbessern.

Am Mittwochvormittag waren die Seeding Rounds für die PRIA-Open Teams. Bei unserer ersten Runde funktionierten unsere Roboter nicht wirklich, sodass wir nur sehr wenig Punkte sammelten. Die zwei anderen Runden liefen deutlich besser, weshalb wir am Schluss Dritter in den Seeding Rounds wurden. Am Nachmittag waren die Double Elimination Rounds für die Botball-Teams. Währenddessen konnten wir wieder an unseren Robotern arbeiten. Bei den Double Elimination Rounds war das Ziel, wieder möglichst viele Punkte zu sammeln. Da bei diesem Wettbewerb auf jeder Seite des Tisches ein Team seine Roboter startet, kam es einige Male zu Kollisionen der Roboter, wodurch man nicht so viele Punkte sammeln konnte. Strategisches Behindern der gegnerischen Roboter war allerdings verboten.

Der Donnerstag war ein weiterer Test- und Verbesserungstag, und zwar der Vormittag für den PRIA-Open-Bewerb und der Nachmittag für Botball.

Am Freitag waren die Finals. Das Ziel war das gleiche wie bei den Double Elimination Rounds mit dem Unterschied, dass von den Botball-Teams nur mehr die Besten antreten durften. Bei den PRIA-Open-Teams durften alle antreten, da es weniger Teams waren. Am Vormittag waren die Finals für die PRIA-Open-Teams und am Nachmittag die für die Botball-Teams. Unser Team schaffte es ins Finale, in dem wir leider verloren haben und somit in den Finals Zweiter geworden sind.

Für die Berechnung der Gesamtplatzierungen wurden die Ergebnisse der Seeding Rounds und der Finals verwendet. Durch diese Berechnung erreichten wir schlussendlich den dritten Gesamtplatz. Für uns und das Talentehaus war es ein sehr guter Erfolg, da wir noch keine Vorerfahrung hatten und das einzige außerschulische Team waren. Für die Bewerbe 2017 haben wir uns die Ziele schon höhergesteckt.

Zusätzlich zum PRIA-Open waren wir auch zum Underwater-Bewerb angemeldet. Aufgrund von technischen Problemen seitens PRIA kam dieser allerdings nicht zustande. Wir, das Talentehaus Team, haben während der Woche an der Weiterentwicklung von Hard- und Software mitgeholfen. Die Jurymitglieder haben uns für diese besondere Leistung mit einem Sonderpreis, dem Judges Award, ausgezeichnet.

Was die Teilnahme so spannend gemacht hat, waren die Aufgaben und Herausforderungen, die zu bewältigen waren, das Interesse an der Entwicklung der Roboter und das Teamwork, ohne das wir nicht so gut abgeschnitten hätten.

Rene Fischer (1AHEL)